Babykeks hatte immer mal wieder ein Stofftier, das ihm besonders ans Herz gewachsen war. Ein kleiner „harter Kern“ hat stets Bestand und wird hin und wieder mit „neuen“ Stofftieren ergänzt, die schon bald wieder aus seinem Herzen verschwinden.

 

Kuschelbär, Berlinbär und Rocker-Tschubb sind fest in seinem Herzen, aber seit Anfang der Woche hat sich ein kleiner kuscheliger Steiff-Bär hinzugesellt. Ich stellte ihn Babykeks als den Bären vor, der Albträume verscheuchen kann und nur wunderbare Träume zulässt. Seither darf der Vierte im Bunde in seinem Bett schlafen.

 

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Sogar in den Kindergarten wollte Keksilein seinen Traum-Beschützer mitnehmen und so geschah es, dass Babykeks den Bär nach dem Kindergarten bei den Großeltern liegen ließ. Es war ausgerechnet an einem dieser Abende, an dem Babykeks einfach nicht freiwillig ins Bett zu bekommen war. Er bettelte um mehr Auf-bleibe-Zeit und aß sogar extra noch ein weiteres Brot, nur um das Zusammensein mit uns in die Länge zu ziehen.

 

Als seine Augen kurz vor neun Uhr gegen ihn zu arbeiteten begannen und seine kleinen Hände alle paar Sekunden rieben und rubbelten, ließ er es endlich über sich ergehen, das Zu-Bett-geh-Ritual zu zelebrieren.

Und genau da geschah es.

 

Babykeks fiel auf, das sein Bär gegen schlechte Träume nicht da war. Der Liebste wusste sofort, dass dieser bei den Großeltern zu finden sein würde, und erklärte Keksilein, dass dieser beschlossen hatte, heute dort zu schlafen und erst morgen wieder nach Hause kommen würde.

 

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Ich sah, wie Babykeks‘ Augen sich vor Entsetzen weiteten und sich seine Mundwinkel in beeindruckender Weise nach unten zogen. Und da war es: das echte, totunglückliche, absolut verzweifelte Weinen eines drei Jahre alten Kindes, das nicht begriff, warum sein Bär heute nicht bei ihm schlafen wollte.

 

Kuschelbär, Berlinbär und Rocker-Tschubb waren ebenfalls machtlos gegen diese tieftraurige Tränenflut und so hängte sich der Liebste ans Telefon und rief seinen Vater an. Keine zehn Minuten später hörten wir die rettende Türklingel.

 

Kaum war sein Bär für gute Träume in seinen Ärmchen, schlossen sich Babykeks‘ Augen und er schlief sofort erschöpft ein. Für ihn hieß es „Ende gut, alles gut!“

 

Es kommt (zum Glück) sehr sehr selten vor, dass ich Babykeks‘ derart traurig und verzweifelt weinen höre und sehe, denn für gewöhnlich ist sein Weinen mit Zorn und Unwillen verbunden oder leider auch manchmal durch Verletzungen mit Schmerz.

 

Aber dieses weinerliche, wimmernde Schluchzen bricht mir jedes Mal erneut das Herz. Nur gut, dass mein Herz es so selten ertragen muss.

 

               

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Sabrina

… wurde Anfang der 80iger Jahre in der schönen Pfalz geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Liebsten und ihren beiden Jungs (*2009 & *2014) wohnt.
Sie hat ihr Hobby Ballett zum Beruf gemacht und lebt als Tanzpädagogin ihre Leidenschaft.
Mit Leib und Seele ist Sabrina Bloggerin und nimmt ihre Leser gerne ein Stück mit auf ihrer Reise als Mutter, engagierte Freiberuflerin und ambitionierte Frau.

6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Das kenne ich zu gut. Wenn ich es richtig sehe, handelt es sich bei unserem Teddy auch um einen nahen Verwandten (Charlie-Bär von Steiff). Ohne den geht gar nichts. Absolut nichts. Und ich bin wirklich froh, dass wir bisher ohne Verluste in diesem Bereich ausgekommen sind. Das wäre gar nicht auszumalen…

    • Hi bullion,
      mein Liebster und ich haben sogar schon ernsthaft überlegt, Babykeks‘ Lieblingsbären zur Sicherheit „nachzukaufen“, um sie im Falle eines Falles ersetzen zu können.
      Allerdings befürchten wir, dass der Schwindel rasch auffliegen würde und haben uns dann doch dagegen entschieden.
      Aber alleine die Überlegung macht doch deutlich, wie hilflos wir Eltern wegen eines Bären doch sein könnten…

      Ganz liebe Grüße an dich und deine Lieben 🙂
      Sabrina

  • Oh weh, diesen Schmerz können nur Eltern verstehen, glaube ich. Schön, dass ihr ihm seinen Bär doch noch bringen lassen konntet! Wir haben freitags mal eines dieser Kuscheltiere im Kindergarten vergessen. Das war ein Drama!
    Der Berlin-Bär gefällt mir besonders gut 🙂
    Liebe Grüße

    • Da hast du mal wieder absolut recht! Kuscheltiere nicht im Arm beim Schlafen gehen, geht absolut und überhaupt gar nicht!
      Der Berlin Bär ist ein Geschenk seiner Tante und wird ganz innig geliebt 😉
      Irgendwann fahren wir auch mal nach Berlin und kaufen ihm dann eine hübsche Bärin 🙂

      Ganz lieben Gruß
      Sabrina

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